Tango Argentino, Citroen DS, Loft & Design

Aufgewachsen in Salzburg mit zwei Brüdern, haben wir eine wunderbare Kindheit verbracht, mit Reisen zu den alten Griechen, den alten Römern und in die Welt der Romanik, Gotik, Barock, Rokkoko, die Gründerzeit, bis hin in die Moderne. Unsere Urlaube verbrachten wir zu einem Gutteil in Kirchen und Museen, was zwar bildend war und heute durchaus hilfreich ist, damals aber doch auch Tortur…

Flügge geworden bin ich der Liebe wegen nach Wien gegangen, die Liebe ging woandershin, ich bin noch immer da, wenn ich nicht gerade in der Weltgeschichte unterwegs bin. Einem Ideal nachfolgend habe ich mich auf die Suche nach einem Loft gemacht, erkannte schnell, dass Wien die Stadt der Dachateliers ist, habe mir eines gesucht und in sieben Jahren Arbeit aus dem Dornröschenschlaf geweckt.

Studiert habe ich so manches, aber das Leben und der Film waren stärker. Oft zog es mich nach Frankreich, wo ich mit meinem Bruder zusammen eines der schönsten Stücke der Automobilgeschichte erstanden habe- eine Citroen DS. Schnell erkannten wir, dass Roland Bartes in seinen „Mythen des Alltages“ allzu recht hatte: Wer eine DS fährt, hat kaum mehr die Möglichkeit sie zu sehen. Wir kamen zu einer pragmatischen Lösung und kauften eine Zweite.

Eines schönen Tages nahm mich ein Freund zum Tango Kurs mit, der Freund verließ den Tango, ich blieb. Produktionsleitung für drei Geschichten auf einmal zwangen mich, mir wenigstens für zwei Stunden am Tag eine Auszeit zu nehmen- da kam mir der Tangokurs gerade richtig und er ist die schönste Form aus dem Alltag auszusteigen. Bis heute bin ich dem Tango Argentino treu verfallen.

Die Welt ist zu schön um Schwarz zu tragen. Diese Welt braucht Farben!

Gauchomedia